neben den weissen Hemden des Musikvereins Buchs-Räfis mit Dirigent Patrik Haumer.
(Bilder: Silvia Frick)
Erfolgreiche erste Unterhaltung nach Fusion
aus dem W & O vom 27. März, Silvia Frick
BUCHS ⋅ «Hesch ghört» und «Henner ghöart», zwei mundartdifferente Aussagen im Programm, wohl entsprechend der Eigenarten von Jugendmusik und Musikverein Buchs-Räfis. Gemeinsam haben sie am Samstagabend im BZB Buchs gespielt und hohes Können bewiesen.
«Nun ist der Musikverein Buchs-Räfis mit 47 Aktivmitgliedern und 21 Jungmitgliedern zu einem stattlichen Verein gewachsen», stellte Vereinspräsidentin Corinne Bänziger die Neuformation vor. Jetzt würden Synergien genutzt und den Jugendlichen gezielt Freude an der Blasmusik vermittelt. Ganze drei Jahre haben die Fusionsgespräche gedauert. In seiner Festansprache sorgte Heini Senn, Ortsgemeindepräsident Buchs, fast kabarettistisch für Schmunzeln. «En truurige Tag isch hüt, en himmeltruurige. Schon wieder ist Tradition verloren gegangen». Nun sei auch die Eigenständigkeit der Jugendmusik, in der er jahrelang mitspielte, Vergangenheit. Er hätte schon beim Zusammenschluss der Blechharmonie Räfis mit der Harmonie Buchs klar gelernt, was ein «Röstigraben» sei. Aber, das Abschneiden der alten Zöpfe habe nur Gutes bewiesen. Mit dem Zitat: «Tradition ist nicht das Anbeten der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers», wünschte er der Gesamtformation Musikverein Buchs viel Glück.
Gleich bewies erst die Jugendmusik ihr Können. Freudvoll spielte sie einen traditionellen Marsch, subtil geleitet von Dirigent Patrik Haumer. Modernes wechselte zum traditionellen «Lueget vo Berg und Tal». Fabian Tischhauser meisterte darin ein reines Trompetensolo. Danach erklang schon fast Big-Band-Sound, dann wiederum Volkstümliches. Mit «Dr Köbu u dr Chrigel u dr Sepp» schlossen die Jugendlichen ab. In den Musikpausen zeigten sie kleine Sketches, in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den erwachsenen Musikanten. Und mit diesen gemeinsam spielten sie gleich weiter. In «Mission Impossible» dirigierte Jungdirigent Micha Wachter die Gesamtformation. Simone Rohrer aus Buchs führte als Moderatorin durchs Programm.
Hohes Können erwachsener Vorbilder
Jetzt brillierten die Erwachsenen des Musikvereins Buchs, unter Dirigent Christian Mathis, in acht Darbietungen. Zum traditionellen Schottisch «Urnerbodä-Kafi» war Komponist Kurt Albert persönlich anwesend. Im Titel «Lobe zu lobe!», Fantasie für Alphorn und Blasorchester, spielte Patrick Haumer das archaische Alphorn absolut brillant. Und in weiteren Stücken meisterten die Musikanten Solos, gestaffelte Registereinsätze und Rhythmenwechsel perfekt. Hochstehend der Abschluss mit dem «Wilhelm Tell Galopp», einem Stück des Opernkomponisten Goacchino Rossini.
Auf weitere Auftritte der fusionierten Vereine darf man sich freuen. Am 9. Mai bietet der Musikverein Buchs übrigens eine Schnupperprobe an.
An der Hauptversammlung der Jugendmusik vom 24. Februar 2017 und der Hauptversammlung des Musikvereins Buchs-Räfis vom 3. März 2017 haben die beiden Vereine fusioniert. Mit einer Stimmenthaltung wurde der Fusion zugestimmt, die neuen Statuten genehmigt und die neuen Vorstands- und Kommissionsmitglieder gewählt.
Am 25. März 2017 feiern wir mit dem Unterhaltungsabend im bzb den Zusammenschluss beider Formationen und freuen uns auf das gemeinsame musikzieren.
Es ist ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte, ein jahrlanges Projekt wurde nun umgesetzt und eröffnet neue Möglichkeiten und Wege. Die Jugendförderung ist eine Herzensangelegenheit und wird im Zentrum stehen.
Mit viel Power gehen wir in eine gemeinsame Zukunft.

Über den Schweizerischen Museumsverband VSM und
die internationale Vereinigung ICOM organisieren die
Museen Werdenberg in jeden Jahr gleichzeitig mit über
35’000 Museen in 140 Ländern den Internationalen
Museumstag.
Es ist der Tag, an dem wir alljährlich Vereine und Organisationen
der Region im Schlangenhaus in den Mittelpunkt
rücken: 2015 stand der Turnverein Grabs im Fokus,
dieses Jahr präsentiert sich der Musikverein Buchs-Räfis
live auf dem kleinen Platz im Hinterstädtli, während im
Schlangenhaus historisch auf die Vereinsgeschichte
zurückgeblickt
wird.
Die Ausstellung zur Geschichte des Musikvereins Buchs-
Räfis ist bis zum 12. Juni 2016 im Schlangenhaus zu sehen.
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